Energiefaktoren und Fernwärme

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Was sind Endenergie und Primärenergie?

Hier ist zu beachten, dass seit Einführung der Energieeinsparverordnung (EnEV) im Jahre 2002 der Primärenergiefaktor der Wärmeversorgung von Gebäuden zu einer wichtigen energietechnischen Kenngröße geworden ist, an der sich Bauherren und Hauseigentümer hinsichtlich der energetischen Güte ihrer Gebäude orientieren können und müssen. Er bietet darüber hinaus ein effizientes Kriterium zur Beurteilung verschiedener Varianten der Erzeugung und Lieferung von Endenergie, das die gesamte energetische Umwandlungskette berücksichtigt.

Mithilfe des sehr guten Primärenergiefaktors der Fernwärme werden nicht nur für den Neubau, sondern auch bei der Sanierung von Bestandsgebäuden die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) erfüllt, das seit November 2020 das ErneuerbareEnergienWärmegesetz (EEWärmeG), das Energieeinsparungsgesetz (EnEG) und die Energieeinsparverordnung (EnEV) ersetzt.

Hier ist zu beachten, dass die energetischen Anforderungen beim Neubau mit einer reinen Gasheizung kaum, bzw. nur mit sehr vielen Zusatzmaßnahmen, erreichbar sind. Um eine primärenergetisch mit der Fernwärme vergleichbare dezentrale Erzeugungsanlage für ein Einzelgebäude zu errichten, müssen daher sehr hohe Investitionen getätigt werden.

Die Primärenergie berücksichtigt neben dem Energiegehalt eines Energieträgers auch den Energieaufwand von der Gewinnung eines Energieträgers bis zur Bereitstellung der Endenergie beim Nutzer (Vorketten für Förderung, Aufbereitung, Umwandlung, Transport und Verteilung der betrachteten Energieträger). Die Primärenergie ist die Rohenergie. Der Primärenergiefaktor fP drückt aus, wie viel mehr dieser Primär- oder
Rohenergie eingesetzt werden muss, um die Endenergie am Gebäude bereitzustellen. Er ist das Verhältnis von Primär- zu Endenergie. => Schlechte Anlagen haben hohe Primärenergiefaktoren, gute Anlagen haben kleine Faktoren.