Internet und Apps
Internet und Social Media bieten zahlreiche Möglichkeiten, Vertrieb und Marketing die Arbeit zu erleichtern und den Erfolg zu steigern. Der Anteil der Internetbenutzer an der Bevölkerung nimmt ständig zu - in den letzten Jahren stieg er von 20% auf mittlerweile gut 80%, so dass Unternehmen, die keine Webpräsenz besitzen, enorme Kontaktchancen vergeben. Firmen ohne Internetauftritt existieren für viele Internetnutzer überhaupt nicht mehr. Entscheidend ist jedoch die richtige und systematische Nutzung. Die seriöse, kompetente und professionelle Darstellung des Unternehmens(-bereiches) ist dabei das Hauptziel des Auftritts.
Die meisten Wärmekunden entscheiden sich nicht spontan für ein Produkt. Vielmehr geht dieser Entscheidung ein längerer Prozess voraus. In dieser Phase gilt es den potenziellen Kunden für sich zu gewinnen. Die Kundenbindung von bereits mit Fernwärme versorgten Kunden kann mit den Möglichkeiten von Internet und Apps ebenfalls gestärkt werden. Die Anforderungen dieser beiden Zielgruppen sind bei der Ausgestaltung des Auftritts wesentlich zu berücksichtigen.
1 Internet im Fernwärme-Marketing
1.1 Vorteile und Nachteile/Datenschutz und Datensicherheit
Vorteile
- Dauerhafte Präsenz
- Gezieltes Unterbreiten kundenspezifischer und nutzenorientierter Angebote
- Produkte können ohne räumliche oder zeitliche Einschränkungen angeboten werden
- Komplizierte und erklärungsbedürftige Produkte und Zusammenhänge lassen sich gut darstellen
- Eine Vielzahl von Informationen kann angeboten werden, so dass auf unterschiedliche Interessen und Wissensstände eingegangen werden kann („für jeden etwas“)
- Möglichkeit der interaktiven Kommunikation ist gegeben
- Neue Informationen – wie z.B. aktuelle Preise – können sehr schnell zur Verfügung gestellt werden
- Erfolge können gemessen und ausgewertet werden (SEO = search engine optimization = Suchmaschinenoptimierung – Optimierung Webseite; - SEA= search engine advertising = Suchmaschinenwerbung – Anzeigen durch GoggleAds)
Nachteile
- Der Kunde muss „den ersten Schritt machen“
- Die Informationsempfänger verfügen über unterschiedliche technische Ausrüstung und Nutzerkenntnisse
- Mangel an Datenschutz und Datensicherheit Wichtig hierbei ist die genaue Zielgruppenorientierung, um so tatsächlich geeignete Marketingmaßnahmen einleiten zu können. Was aber interessiert sowohl unsere potenziellen als auch unsere aktuellen Kunden?
- Was ist Fernwärme?
- Vorteile der Fernwärme
- Förderung und Kosten
- Technik
- Serviceleistungen des Anbieters
Beispiele zu möglichen Inhalten dieser Punkte können der Seite www.fernwaerme-info.com entnommen werden oder verlinken Sie einfach auf diese Seite!
1.2 Tipps zur Gestaltung der Homepage
Internetnutzer lesen nur „stichpunktartig“, d.h. sie überfliegen Texte und Inhalte nur grob. Daraus ergeben sich für die benutzerfreundliche Gestaltung einer Homepage die folgenden Anforderungen:
- Aufbereitung der Website aus Kundensicht (hohe Benutzerfreundlichkeit)
- Überschriften müssen Interesse/Aufmerksamkeit wecken
- Hervorgehobene Worte im Fließtext werden wahrgenommen
- Aufzählungen eignen sich besser als lange Texte
- Grafiken und Bilder finden Beachtung
- Kurze, verständliche Sätze verwenden – kein „Fachchinesisch“!
- Gut geeignet sind direkte Aufforderungen an den Leser, wie „Informieren Sie sich hier!“, „Laden Sie unser Angebot herunter!“
- Inhalte sollten mit wenigen Schritten – also ohne viel Scrollen – lesbar sein
- Kontaktmöglichkeiten für Kunden gut sichtbar platzieren (Telefonnummer, Kontaktdaten, Kontaktformular/Link)
- Vorstellung der Liefergebiete/Produkte/Verträge im Detail Informationen über Wissenswertes und Möglichkeit des Downloads diverser Unterlagen
- Vorstellung der Ansprechpartner zum Thema in Ihrem Hause mit Kontaktdaten (auf der Website immer mehrere Kontaktdaten anbieten)
- Die grundlegenden Regeln der Suchmaschinenoptimierung beachten
Unbedingt erforderlich ist ein Redaktionsplan für die Website: Wann wird was aktualisiert oder geändert
Grundsätzlich ist auch zu beachten:
Content
Beschaffung der benötigten Inhalte/Informationen aus Sicht des Kunden und des Unternehmens, Aufbereitung des Textes/der Bilder durch professionelle Dienstleister
Web-Analytics
Erfolgsmessung des Internetauftritts durch Analyse des Nutzerverhaltens mittels z.B. Google Analytics, Piwik oder Webtrekk
SEO-Optimierung
Alle Maßnahmen, die dazu dienen, dass Websites und deren Inhalte im organischen Suchmaschinenranking auf den vorderen Plätzen erscheinen
Was gehört auf die Startseite?
- Unternehmensprofil und –geschichte
- Um was geht es auf der Webseite? Kurzer und prägnanter Text zur Vorstellung des Produktes – ein Satz ist ideal
- Wo, wie und zu welchem Preis sind Ihre Produkte erhältlich?
- Kontaktmöglichkeiten anbieten Anschrift des Unternehmens, idealerweise ein direkter Link oder eine direkte Telefonnummer zum jeweiligen Ansprechpartner
- News und Wissenswertes (White Papers / Fernwärme-Verfügbarkeit)
- Verlinkung zu interessanten anderen Seiten
Was gehört nicht auf die Startseite
- Vorschaltseiten, z.B. mit dem Firmenlogo
Der User ist bereits auf der Webseite, d.h. er bringt dem Unternehmen oder Produkt bereits Interesse entgegen – es muss unbedingt vermieden werden, ihn zu langweilen! - Musik und Animation
Beides stört auf der Startseite, da der Nutzer dort von Geräuschen gestört und überrascht werden kann
1.3 Rechtliche Aspekte
Internetseiten sind für jeden leicht zugänglich und bergen daher die Gefahr der sogenannten „Abmahner“. Um dem vorzubeugen, sollten folgende Punkte beachtet werden:
- Keine Verwendung „fremder“ Bilder oder Texte
- Veröffentlichung eines geeigneten Impressums
- Datenschutzrichtlinie formulieren
1.4 Beispielseiten
- https://www.eon.de/de/pk/waerme.html
https://www.mainova.de/privatkunden/produkte/waerme.html
https://www.hansewerk-natur.com/cps/rde/xchg/hansewerk-natur/hs.xsl/index.htm
https://swrag.de/privatkunden/fernwaerme.html
https://stadtwerke-kiel.de/swk/de/produkte/privatkunden/fernwaerme/fernwaerme.jsp
https://schwerin.de/home/pk/waerme/produkte_und_preise/,swsr_id,21.html
https://stadtwerke-parchim.de/waerme.html
2 Apps im Fernwärme-Marketing
Entwicklung und das Sichern der Aktualität von Apps sind kostenintensiv. Für die Darstellung der Fernwärme alleine sind Apps daher nur bedingt geeignet. Vielmehr bieten sie sich dafür an, sämtliche Bereiche eines Versorgungsunternehmens abzubilden. Wie im Internet können dann sehr schnell Informationen wie Verträge, Erklärungsvideos etc. geliefert werden.
Erste Überlegungen/wichtige Kriterien/Kosten
Vor der Entscheidung für eine eigene App steht die Frage: Welche Ziele verfolge ich mit deren Entwicklung und wie „sieht meine Zielgruppe aus“?
Eine App muss unbedingt, um Aufwand und Kosten zu rechtfertigen, einige wesentliche Voraussetzungen erfüllen. Apps, die lediglich die Kontaktdaten eines Unternehmens bieten, werden nicht lange das Interesse des Nutzers wecken können. Das Unternehmen muss vielmehr eine Möglichkeit finden, dem Nutzer über seine App einen echten Mehrwert anzubieten und dies in einer optisch ansprechenden, benutzbaren App unterzubringen. Um dies sicherstellen zu können, muss die Zielgruppe „genau bekannt“ sein.
Eine App ist im Prinzip eine speziell für einen Kunden entwickelte Software. Über die reine Programmierung hinaus ist auch die Erstellung der Grafiken sowie des Interaktionsdesigns eine zeitaufwändige und damit kostenintensive Angelegenheit. Nur so kann jedoch sichergestellt werden, dass eine moderne, alle Möglichkeiten der Smartphones nutzende App kreiert wird.
Tipps für ein gelungenes App-Design
Dem Benutzer kann keinerlei Hilfe angeboten werden, wie die App zu benutzen ist. Als Konsequenz hieraus muss eine App selbsterklärend aufgebaut sein. Gut durchdachte Funktionen sowie interessante Grafiken und Designs sind wesentlich besser geeignet als Apps, die mit Funktionalität überfrachtet sind.
Wichtige Regeln:
- Zielgerichtetes Design
Ist die Nutzergruppe bekannt, können Ziele für deren „Ansprache“ formuliert und die App passend gestaltet werden - Benutzbarkeit
Nur solche Apps, die leicht nutzbar sind, werden auch tatsächlich verwendet - Aufforderungscharakter
- Erlernbarkeit
Der Nutzer muss die App quasi „automatisch“ verwenden können



